Müller-Klepper und Beuth: „Mittel für Kinderbetreuung steigen – Rekordsumme für Kreisgebiet“

Rheingau-Taunus. Die Hessische Landesregierung hat den Kindertagesstätten im Rheingau-Taunus zur Unterstützung ihrer Arbeit im vergangenen Jahr 10.060.840 Euro bewilligt. Dies teilen die Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper und Peter Beuth mit. „Das ist die höchste Summe, die den freien Trägern und Kommunen im Kreisgebiet im Rahmen der Betriebskostenförderung für ihre Einrichtungen jemals zur Verfügung gestellt wurde. Durch das Kinderförderungsgesetz, das 2014 in Kraft getreten ist, fließen mehr Landesmittel als jemals zuvor in die Kinderbetreuung“, erklärten die CDU-Politiker.

2006 habe die Fördersumme für die Einrichtungen im Kreisgebiet 1,8 Millionen Euro betragen, führen die Abgeordneten als Vergleich an. „Landesweit standen damals 69 Millionen Euro für die Kinderbetreuung zur Verfügung, 2017 waren es 550 Millionen Euro. Mit dem soeben verabschiedeten Doppelhaushalt 2018/19 wird das Landesengagement nochmals getoppt und auf eine Dreiviertelmilliarde jährlich steigen“, so Müller-Klepper und Beuth.

Neben der Betriebskostenförderung stünden 86 Millionen Euro für die Schaffung neuer Plätze bereit. Hinzu kämen 50 Millionen Euro jährlich für die weitere Verbesserung der Qualität. Allein 440 Millionen Euro wende das Land in den Haushaltsjahren 2018/19 für die Einführung der Gebührenfreiheit für das 1. bis 3. Kindergartenjahr auf. „Diese Mittel werden direkt bei den Bürgerinnen und Bürgern im Kreis ankommen. Eltern sparen künftig im Schnitt in den drei Jahren pro Kind fast 5.000 Euro.“

Die Fördersumme in Höhe von 10,06 Millionen Euro für die 108 Kitas im Rheingau-Taunus, wo es knapp 7.100 Plätze für Kinder von 0 bis sechs Jahren gibt, setzt sich aus mehreren Pauschalen zusammen. „Für jedes betreute Kind wird – gestaffelt nach Alter und Betreuungszeit – eine Grundpauschale gezahlt. Sie macht den größten Teil der Betriebskostenförderung aus – nämlich insgesamt 8,18 Millionen Euro“, erläuterten die Abgeordneten. Für Kinder unter drei Jahre liegt die Pauschale je nach Betreuungsumfang zwischen 2.070 und 4.130 Euro, für Kinder ab 3 Jahre bis zum Schuleintritt zwischen 330 und 880 Euro.

Frühkindliche Bildung wird gestärkt

Zudem wurde den Kitas im Rheingau-Taunus, die den Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) zur Grundlage ihrer pädagogischen Arbeit gemacht haben, eine Qualitätspauschale von 100 Euro pro Kind ausgezahlt – insgesamt 661.200 Euro. Nach Angaben des Sozialministeriums werde mittlerweile die Qualitätspauschale für über 90 Prozent der Kita-Kinder gewährt. Die Mittel würden insbesondere für Fortbildungen des Personals, die Sicherung vorhandener Fachkraftstunden oder zusätzliche Personalstunden eingesetzt.

„Das Ziel, die frühkindliche Bildung zu stärken, indem die Einrichtungen nach den Grundsätzen des BEP arbeiten, wird nahezu flächendeckend erreicht“, so Müller-Klepper und Beuth. Sie dankten den Trägern, Leitungen und Mitarbeitern der Kitas im Kreis für das große Engagement, mit dem sie die Qualität der Betreuung sicherten und die gestiegenen Anforderungen bewältigten.

Damit Einrichtungen, in denen ein hoher Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund oder aus einkommensschwächeren Familien betreut wird, den damit verbundenen Herausforderungen begegnen könnten, zahle das Land eine Schwerpunktkita-Förderung. Die Pauschale betrage pro Kind 390 Euro. „Aus diesem Fördertopf sind den Kitas im Kreis 623.220 Euro bewilligt worden“, so die CDU-Politiker. Die Mittel würden speziell für Sprachförderangebote, die Förderung von sozialen und interkulturellen Kompetenzen oder die Vernetzung im Sozialraum gewährt.

Weiterhin fördere das Land die gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung. Als Ausgleich für die Reduzierung der Gruppengröße, die bei der Aufnahme von Kindern mit Behinderung vorgenommen werde, gebe es die Integrationspauschale. 563.760 Euro flossen aufgrund dieses Fördertatbestands in den Rheingau-Taunus, wo Integrationsmaßnahmen für 136 Kinder umgesetzt werden. „In den Kitas wird Inklusion gelebt. In 94 Prozent aller hessischen Städte und Gemeinden wachsen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam auf“, betonten Müller-Klepper und Beuth.

Mit 33.000 Euro zusätzlich wurden eingruppige Einrichtungen in Bad Schwalbach, Hohenstein, Hünstetten, Idstein und Lorch im Rahmen der so genannten Kleinkita-Pauschale gefördert. Sie wurden mit jeweils 5.500 Euro bei der Aufbringung der Vorhaltekosten unterstützt.

Die Fördermittel des Landes von 10,06 Millionen Euro für die Kitas im Rheingau-Taunus verteilen sich wie folgt auf die 17 Städte und Gemeinden:
Aarbergen 392.340 Euro
Bad Schwalbach 467.300 Euro
Eltville 1.139.030 Euro
Geisenheim 646.390 Euro
Heidenrod 274.410 Euro
Hohenstein 347.440 Euro
Hünstetten 606.840 Euro
Idstein 1.257.590 Euro
Kiedrich 229.510 Euro
Lorch 147.220 Euro
Niedernhausen 702.040 Euro
Oestrich-Winkel 653.620 Euro
Rüdesheim 585.740 Euro
Schlangenbad 304.640 Euro
Taunusstein 1.812.590 Euro
Waldems 187.750 Euro
Walluf 306.390 Euro

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