Mittel für Ausbau des Bahnhofs Mittelheim reservieren

Oestrich-Winkel/Mittelheim. Die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper hat sich in Schreiben an Dr. Klaus Vornhusen, den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG für das Land Hessen, und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir dafür eingesetzt, dass für die Verwirklichung des barrierefreien Ausbaus des Bahnhofs Mittelheim ein Weg gefunden wird und das Projekt nicht scheitert. Bürgermeister Michael Heil hat die CDU-Politikerin unterrichtet, dass die DB Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss erhoben hat und damit das Vorhaben gefährdet sei.

"Wir haben gemeinsam erfolgreich gekämpft, dass der Mittelheimer Bahnhof in das Zukunftsinvestitionsprogramm 'Herstellung der Barrierefreiheit kleiner Schienenverkehrsstationen' aufgenommen wird und Bund und Land je zur Hälfte die Kosten von 3,12 Millionen Euro übernehmen. Diese einmalige Chance, im Rahmen des anstehenden Umbaus auch eine Barrierefreiheit des neuen Bahnsteigs und des Hausbahnsteigs zu erreichen, darf nicht vergeben werden", appelliert Petra Müller-Klepper. Die Bahn müsse gemeinsam mit der Stadt nach einer Lösung suchen, damit das Verfahren zeitnah weiter betrieben werden kann. Dr. Vornhusen habe in einem Telefonat bekundet, dass die Bahn an einer Umsetzung interessiert und zu Gesprächen bereit sei.

Das Vorhaben ist nach den Worten der Abgeordneten dringend erforderlich, damit auch Menschen mit Behinderungen und Eltern mit Kinderwagen zum Bahnsteig gelangen könnten. Seit vielen Jahren befinde sich der Bahnhof in einem desolaten Zustand. Passagiere müssten zum Erreichen der Züge Gleise überqueren, Menschen mit eingeschränkter Mobilität könnten nur mit Mühe und fremder Hilfe Züge erreichen.

"Das Land hat die Komplementärfinanzierung für das Projekt übernommen und mit dem Bund und der DB die Finanzierungsverträge abgeschlossen. Es hat seine Hausaufgaben gemacht, um das Projekt zu ermöglichen. Die Mittel stehen komplett bereit", erläuterte Petra Müller-Klepper. Aufgrund der Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss sei zu befürchten, dass die Gelder nicht rechtzeitig abgerufen werden könnten. Die Abgeordnete hat daher Minister Al-Wazir um Unterstützung gebeten, dass die Mittel von Bund und Land nicht verfallen, indem sie über den bisher genannten Bewilligungszeitraum hinaus zur Verfügung gestellt bzw. neu veranschlagt werden.

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