Erfolgreiche Ermittlung und Prävention

Eltville. Als „hochkompetentes, bürgernahes Dienstleistungszentrum und Garanten der Sicherheit im oberen Rheingau“ hat die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper die Polizeistation Eltville bezeichnet. Bei einem Besuch informierte sich die CDU-Politikerin mit Bürgermeister Patrick Kunkel über die Kriminalitätsschwerpunkte und die besonderen Herausforderungen, die aufgrund der regionalen Gegebenheiten zu bewältigen sind.

Die kleinste Dienststelle im Rheingau-Taunus, die für Eltville, Kiedrich und Walluf und damit rund 26.000 Bürgerinnen und Bürger zuständig ist, zeichnet sich nach den Worten ihres Leiters, Polizeihauptkommissar Hansjörg Bathke, durch ein flexibles, gutes Team, das über eine sehr gute Ausstattung an Technik und Fahrzeugen verfügt, sowie einen familiären Charakter aus. Petra Müller-Klepper und Patrick Kunkel dankten den mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz, mit dem sie rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr – auch und gerade an den bevorstehenden Feiertagen – der Bevölkerung dienten und für deren Schutz sorgten.

„Der Rheingau-Taunus ist der zweitsicherste Kreis in Hessen. Bei uns lebt es sich gut, weil die Region über eine leistungsfähige Sicherheitsarchitektur verfügt, in der die Polizeistationen wie Eltville tragende Pfeiler sind“, betonten die Abgeordnete und der Bürgermeister. Kunkel lobte stellvertretend das „hervorragende Miteinander zwischen der Dienststelle und den drei Kommunen.“ Leitung und Team der Polizei arbeiteten eng vernetzt und wirkungsvoll mit den Bürgermeistern, Verwaltungen und insbesondere den Ordnungsämtern zusammen.

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeistation Eltville wurden im Jahr 2016 insgesamt 903 Strafanzeigen registriert. „Davon wurden 57,6 Prozent aufklärt“, so Dienststellenleiter Bathke. Schwerpunkte seien Diebstahl (270 Fälle), Rohheitsdelikte (164), Sachbeschädigung (158) sowie Betrug, der überwiegend über das Internet erfolge. 648 Straftaten entfielen auf den Eltviller Stadtbereich. „Die ermittelten Täter sind überwiegend der örtlichen Jugendszene zuzuordnen“, teilte Robert Krallmann, der Leiter der Ermittlungsgruppe, mit. Mit Unterstützung der Stadtverwaltung und der örtlichen Jugendpflege sei ein mobiler Jugendhelfer eingestellt worden. Verstärkte Kontrolltätigkeiten durch Polizei und Ordnungsamt hätten zu einem deutlichen Rückgang der jugendtypischen Delikte wie Sachbeschädigung und Körperverletzung geführt.

In Kiedrich bewege sich das Kriminalitätsgeschehen auf konstant niedrigem Niveau. In 2016 sei mit 106 registrierten Strafanzeigen nochmals ein Rückgang zu verzeichnen gewesen. Die Aufklärungsquote habe nicht zuletzt deshalb deutlich über 60 Prozent gelegen, da es sich um überwiegend örtliche Täter gehandelt habe. Schwerpunkte bildeten die Straftaten gegen die persönliche Freiheit/Rohheit, der Diebstahl und Sachbeschädigung. In Walluf, wo 146 Straftaten registriert wurden, seien keine polizeilichen Schwerpunkte zu erkennen. Hier liege ein besonderes Augenmerk auf der Bestreifung der Gewerbeobjekte.

Dass die Zahl bei den Betrugsdelikten und Einbrüchen im oberen Rheingau rückläufig ist, führten Bathke und Krallmann auf die Präventionsveranstaltungen zurück, die von der Dienststelle durchgeführt wurden und werden. Unter der Überschrift „Wachsamer Nachbar“ werde informiert, aufgeklärt und erfolgreich Sensibilität erzeugt. „Die Leute sind aufmerksam und fallen auf Trickbetrüger seltener herein.“

Zur Arbeit der Polizeistation gehört auch die Aufnahme von ca. 600 Verkehrsunfällen im Jahr – davon ca. 200 Unfallfluchten, so Hansjörg Bathke. Polizeiliche Präsenz hat sie auch sicherzustellen, wenn Staatsgäste oder Regierungsmitglieder in Kloster Eberbach zu Gast sind.

Eine weitere besondere Aufgabe ergibt sich durch die Krankenhäuser Vitos Rheingau auf dem Eichberg und St. Valentinushaus in Kiedrich, die im Zuständigkeitsbereich liegen. „Polizeiliche Unterstützung beim Umgang und der Suche nach vermissten Personen aus den beiden Einrichtungen gehört zum Alltag der Polizeiarbeit in Eltville“, erläuterte Dienstgruppenleiter Volker Freiding. Dass aufgrund einer Änderung des Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes Patienten bei Einweisung oder Transporten, beispielsweise zum Arzt, durch die Polizei begleitet werden müssten, binde zusätzlich die Kapazitäten. Petra Müller-Klepper sagte zu, dieses Thema auf der Landesebene aufzugreifen.

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