Müller-Klepper: "‎Schub für Stadtentwicklung - Chance zur Verbesserung des Stadtbilds"

Rheingau. ‎Die Hessische Landesregierung hat Oestrich-Winkel mit den Bereichen Brentanopark, Rheinufer und Mittelheimer Bahnhof in das Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" und Rüdesheim mit dem Gebiet „Auf der Lach“ in das Programm "Stadtumbau in Hessen" neu aufgenommen. "Das bedeutet finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe. Dies wird zu einem Schub in der Entwicklung der beiden Kommunen führen. Der Rheingau wird zu einem Schwerpunkt der Städtebauförderung in Hessen“, erklärte Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper anlässlich der Übergabe der Bewilligungsbescheide durch Ministerin Priska Hinz an die Bürgermeister Michael Heil und Volker Mosler.

Mit den Fördermitteln erhielten die beiden Städte die Chance, in einem zehnjährigen Zeitraum sensible Bereiche neu zu gestalten. "Es geht um eine nachhaltige Innenentwicklung", so die Abgeordnete. Im Stadtbild könnten neue Akzente gesetzt werden, die das Lebensumfeld der Bewohnerinnen und Bewohnern verbesserten, zu einer Aufwertung und mehr Lebensqualität führen würden.

Die CDU-Politikerin hat die Antragsverfahren begleitet und bei Ministerin Hinz für eine positive Entscheidung geworben. "Der lange Atem der beiden Städte zahlt sich jetzt aus", freut sie sich. Oestrich-Winkel und Rüdesheim hatten, nachdem sie im vergangenen Jahr nicht zum Zug gekommen waren, ihre Bewerbungen weiterentwickelt und erneut eingereicht. "Die Konzepte haben im Wettbewerb mit den anderen Kommunen überzeugt, so dass es nun den Zuschlag gab", erläuterte Petra Müller-Klepper.

Brentanopark, Rheinufer, Bahnhof

In Oestrich-Winkel würden mit dem Brentanopark, dem Rheinufer und Bahnhof drei prägende Elemente des Stadtbildes in den Blick genommen. Ziel sei es, sie durch eine attraktive Gestaltung dauerhaft zu sichern. Im Zuge des Programms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ gelte es, historisch wertvolle Stadtbereiche mit den Einzeldenkmalen, Straßen und Plätzen in ihrer baulichen und strukturellen Eigenheit und Geschlossenheit zu erhalten und weiter zu entwickeln. „Die Mittel können für die Sicherung erhaltenswerter Gebäude und Ensembles, deren Modernisierung, Instandsetzung, Um- und Ausbau sowie die Erhaltung und Umgestaltung von Straßen- und Platzräumen von geschichtlicher, künstlerischer oder städtebaulicher Bedeutung eingesetzt werden“, führte die CDU-Politikerin aus.

Fördergebiet „Auf der Lach“

Das Programm „Stadtumbau in Hessen“, von dem Rüdesheim profitieren wird, habe das Ziel, städtebauliche Maßnahmen zu Klimaschutz und Klimaanpassung mit der Bewältigung der Folgen des demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandels in einem integrierten Ansatz zu vereinen. „Es geht darum, die Stadtentwicklung mit Umwelt- und Naturschutz zu verbinden, wobei Wasser- und Grünflächen, die sogenannte grüne und blaue Infrastruktur, eine wichtige Rolle spielen sollen. Das Gebiet ‚Auf der Lach‘ am Rüdesheimer Stadtrand ist unter diesem Aspekt ein vielversprechendes Betätigungsfeld“, so Petra Müller-Klepper.

Die beiden Kommunen könnten mit ihren Aktivitäten an die positive Entwicklung anknüpfen, die zwischen 2005 und 2015 in der Region erzielt worden sei, als der Rheingau in der Form einer interkommunalen Arbeitsgemeinschaft im Rahmen des Hessischen Stadtumbau-Programms gefördert und zahlreiche Projekte verwirklicht wurden. Unter anderem war das Programm schwerpunktmäßig für die Neugestaltung und Aufwertung des Rheinufers genutzt worden.

In Hessen werden nach den Angaben von Petra Müller-Klepper in diesem Jahr 93 Millionen Euro zur Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung eingesetzt, die sich auf sechs Förderprogramme verteilen. Auf das Programm Stadtumbau entfallen 25,1 Millionen Euro, auf das Programm Städtebaulicher Denkmalschutz 4,5 Millionen Euro.

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