Müller-Klepper und Beuth: „Deutsch4U erleichtert Integration“

Rheingau-Taunus. Das Landesprogramm „MitSprache – Deutsch4U“, mit dem niedrigschwellige Deutschkurse für Flüchtlinge zum Einstieg in die deutsche Sprache gefördert werden, wird im Rheingau-Taunus rege genutzt. Wie die Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper und Peter Beuth auf ihre Anfrage vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration erfahren haben, sind seit dem Programmstart im Kreisgebiet 22 Kurse mit 343 Teilnehmern durchgeführt und mit insgesamt 231.000 Euro vom Land gefördert worden. 10 Kurse fanden 2016, 12 Kurse 2017 statt.

„Das Angebot ist ein Baustein, um die Integration im Rheingau-Taunus voranzubringen. Es hat sich bewährt, um einen frühzeitigen Spracherwerb zu ermöglichen. Wer bei uns bleiben und hier leben will, muss so schnell wie möglich Deutsch lernen“, erklärten die CDU-Politiker.

Alltags- und werteorientiert

Der Sprachunterricht werde mit der Vermittlung von Informationen zur Alltagskultur, gesellschaftlichen Werten und Strukturen verbunden. „Dies dient der Alltagsorientierung und bringt zugleich die Grundlagen unseres Zusammenlebens nahe.“

Ein wichtiger Erfolgsfaktor sei auch die dezentrale Organisation der Angebote. „Die Kommunen und Träger wissen am besten, welche Bedarfe vor Ort existieren“, so Müller-Klepper und Beuth. Die bisherigen Kurse wurden in Bad Schwalbach, Idstein, Johannisberg, Lorch und Taunusstein durchgeführt. Träger waren die Volkshochschule Rheingau-Taunus, die Arbeiterwohlfahrt Perspektiven gGmbH und Allegro gUG.

Die Abgeordneten ermuntern die öffentlichen, kirchlichen und freien Träger im Kreisgebiet, auch in diesem Jahr das Programm zu nutzen, dessen Ausstattung auf 2,7 Millionen Euro aufgestockt worden ist. Die Förderung beträgt bis zu 10.500 Euro pro Kurs. Zusätzlich können 2.400 Euro für die kursbegleitende Kinderbetreuung beantragt werden. Die Antragstellung erfolgt über den Rheingau-Taunus-Kreis, der die bewilligten Mittel dann an die Träger weiterleitet.

Die „Deutsch 4U“-Kurse haben einen Umfang in der Regel von 300 Unterrichtseinheiten und können kompetenzorientiert für alle Sprachniveaus oder zur Alphabetisierung angeboten werden. Die Teilnehmer sollen eine Bleibeperspektive haben. Über einen reinen Frontalunterricht hinaus können die Flüchtlinge ihre neue Heimat bei Ausflügen kennenlernen und Alltagskompetenzen zum Beispiel beim Einkaufen oder bei der Nutzung des ÖPNV erwerben. Anträge können ganzjährig gestellt werden, wobei die Kurse zum Jahresende abgeschlossen sein sollen.

Antragsformulare und weitere Informationen sind abrufbar unter www.integrationskompass.de

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