Schlangenbad-Wambach. Die Ortsumgehung Wambach im Zuge der Bundesstraße 260 gehört zu den Projekten des Bundesverkehrswegeplanes 2030, die vom Land Hessen mit höchster Priorität behandelt werden. Dies hat Verkehrsminister Tarek Al-Wazir der Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper mitgeteilt.

„Von den 92 hessischen Projekten mit einem Investitionsvolumen von 8,2 Milliarden Euro, die im ‚Vordringlichen Bedarf‘ des Planes stehen, sind 55 – darunter die Wambacher Ortsumgehung – ausgewählt worden, die bis 2021 mit höchster Dringlichkeit bearbeitet und geplant werden. Mit dieser Schwerpunktsetzung unterstreicht das Land die hohe verkehrliche Bedeutung des Vorhabens in Wambach. Es trägt nicht nur dem fortgeschrittenen Planungsstand, sondern auch der äußerst schwierigen Situation der Anlieger Rechnung, die seit Jahrzehnten auf eine Entlastung warten“, erklärte die CDU-Politikerin.

Die Umgehung Wambach sei zu recht in die Auswahl der wichtigsten Projekte aufgenommen worden, auf die die vorhandenen Kapazitäten konzentriert würden. Die Baumaßnahme sei dringend erforderlich, da die Bürgerinnen und Bürger von Wambach vom Durchgangsverkehr mit einer hohen Fahrzeugfrequenz, dessen Lärmpegel die Grenzwerte überschreite, immens belastet würden. Jährlich würden auf dem Streckenabschnitt zwischen dem südlichen Ortseingang und der Abzweigung nach Bärstadt 6 Millionen Fahrzeuge gezählt.

Planfeststellungsbeschluss in 2. Jahreshälfte 2018

Nach dem derzeitigen Stand sei geplant, den Planfeststellungsbeschluss in der zweiten Jahreshälfte 2018 zu erlassen. „Die Verkehrsuntersuchung ist inzwischen ebenso aktualisiert wie die naturschutzfachlichen Aufnahmen. Daran anknüpfend wird nun geprüft, ob und inwieweit Anpassungsbedarf der Planunterlagen besteht“, hat Petra Müller-Klepper auf ihre Anfrage vom Ministerium erfahren. Nach dem Planfeststellungsbeschluss sei der nächste Schritt die Erstellung des Bauentwurfs durch Hessen Mobil, bevor mit dem Bau begonnen werden könne. Die Investitionskosten für die 1,5 Kilometer lange Ortsumgehung seien mit 21,4 Millionen Euro veranschlagt.

Da trotz der prioritären Behandlung die schwierige Situation noch einige Zeit ertragen werden muss, ist es nach Ansicht der Abgeordneten umso wichtiger, dass die Belastung nicht durch Fahrbahnschäden erhöht wird. Sie hat daher dem Minister in einem Schreiben die Klagen über den zunehmend schlechten Straßenzustand übermittelt, die von der Schlangenbader CDU-Fraktion in einem Antrag dargelegt worden sind. „Spurrillen, Querrillen und Rissbildungen verstärken das Fahrgeräusch und führen zu einer zusätzlichen Belastung der Anwohner.“ Petra Müller-Klepper hat AL-Wazir gebeten, eine Überprüfung des Straßenzustandes und die zeitnahe Beseitigung der Mängel durch Hessen Mobil zu veranlassen. Sie unterstützt damit einen Beschluss, den die Gemeindevertretung einstimmig gefasst hat.

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