Rheingau. Das Land Hessen wird sich an der Bundesgartenschau (BUGA) 2031 im Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ beteiligen. Die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper hat den Kabinettbeschluss, den die Landesregierung soeben gefasst hat, freudig begrüßt.

„Das Land kommt ins BUGA-Boot und wird sich mit 6,3 Millionen Euro einbringen. Diese historische Entscheidung ist wie ein Sechser im Lotto für Lorch und Rüdesheim sowie eine außergewöhnliche Unterstützung für unsere gesamte Region“, erklärte die CDU-Politikerin. Sie wirbt seit dem Aufkommen der Idee im Mai 2015 gemeinsam mit den Bürgermeistern von Lorch und Rüdesheim, Jürgen Helbing und Volker Mosler, sowie dem Welterbe-Dezernenten des Kreises, Karl Ottes, auf der Landesebene dafür, dass Hessen bei der BUGA mit von der Partie ist.

Das Land leiste aber nicht nur seinen Anteil zum Gesamtprojekt, dessen Volumen mit 108 Millionen Euro veranschlagt ist, sondern plane auch eine gezielte Hilfestellung für die beiden hessischen Welterbe-Städte, so Petra Müller-Klepper. Mit dem Beschluss sei die Zusage verbunden, dass Lorch und Rüdesheim bei der Vergabe von anderen Fördermitteln des Landes, die von ihnen für Projekte im Zusammenhang mit der BUGA 2031 beantragt werden, priorisiert würden. „Das Land nimmt somit eine doppelte Schwerpunktsetzung bei der Strukturförderung vor, um die Wirkung der BUGA aktiv zu unterstützen.“

Die Abgeordnete dankte Ministerpräsident Volker Bouffier, der als Kenner des Rheingaus sofort die Chance gesehen habe, die sich mit der BUGA 2031 biete, und Umweltministerin Priska Hinz, die aus fachlicher Sicht das Vorhaben geprüft und befürwortet habe. Mit der Grundsatzentscheidung mache das Land ähnlich wie bei dem Ja zur Landesgartenschau 2018 in Bad Schwalbach eine Jahrhundertveranstaltung in der Region möglich, die nicht nur ein Ereignis, sondern auch zugleich eine Zukunftsinvestition sei. „Das wird einen Schub in der Regionalentwicklung auslösen, das Mittelrheintal in Bewegung setzen und dem Welterbegebiet erneut Aufschwung verleihen.“

Wie bei der Landesgartenschau gehe auch bei einer Bundesgartenschau die Wirkung weit über die attraktive Gestaltung von Grünflächen und Erholungsarealen hinaus. „Die Infrastruktur wird grundlegend und nachhaltig verbessert. Die BUGA wird ein großes Zukunftssicherungs-Projekt“, so Petra Müller-Klepper. Gerade für den unteren Rheingau, der unter Strukturproblemen leide, sei dies von Bedeutung. Darüber hinaus werde von der Strahlkraft einer BUGA die gesamte Region profitieren. „Ziel ist die nachhaltige Modernisierung und Aufwertung unserer Region, die den Menschen zugutekommt.“

Mit der Entscheidung pro BUGA stütze das Land zugleich die Profilbildung des Rheingaus als Geburtsstätte und Erlebnisort der Rheinromantik. „Das Land hat hier einen inhaltlichen Förderschwerpunkt gesetzt. Die Sanierung des Niederwaldareals, die Revitalisierung des Osteinschen Parks, die Restaurierung des Hilchenhauses in Lorch sowie der Kauf und die Instandsetzung des Brentanohauses in Winkel sind Meilensteine auf diesem Weg, der nun mit der BUGA konsequent fortgesetzt wird“, so die Abgeordnete. „All das sind millionenschwere Investitionen des Landes. Sie werten unsere Region als Tourismusdestination auf und verbessern für die Bevölkerung die Möglichkeiten der Naherholung - mit entsprechenden positiven Auswirkungen auf das Wirtschaftsleben.“

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