Rheingau.Taunus. Das Ganztagsangebot an den Schulen im Rheingau-Taunus wird mit dem neuen Schuljahr 2020/21 weiter ausgebaut. Wie die Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper und Peter Beuth auf ihre Anfrage von Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz erfahren haben, können zehn Schulen im Kreisgebiet ihre Ganztagsangebote erweitern.

„Im Kreis schreitet der Ausbau des Ganztagsprogramms mit verlässlichen Bildungs- und Betreuungsangeboten zügig voran. Allen Schulen, die Anträge für das neue Schuljahr gestellt haben, wurde die Weiterentwicklung genehmigt. Das Land weist ab sofort zusätzliche Ressourcen zu, damit die sieben Grundschulen und drei weiterführenden Schulen bedarfsgerecht und passgenau die geplanten Verbesserungen vornehmen können“, erklärten die CDU-Politiker. Bereits in den vergangenen beiden Schuljahren waren Angebotserweiterungen an 17 bzw. 10 Schulen im Rheingau-Taunus durch entsprechende Stellenzuweisungen vom Land ermöglicht worden.

Ausbausprung

Für zwei Grundschulen im Rheingau hat das Land grünes Licht für den Sprung von Profil 1 in das Profil 2 gegeben. „Die Wisperschule in Lorch und die Johannes-de-Laspée Schule in Johannisberg gehören zu den 45 Schulen, die hessenweit im neuen Schuljahr diesen Profilwechsel vornehmen. Hierdurch wird das Angebot vor Ort deutlich ausgedehnt“, so Müller-Klepper und Beuth. Während im Profil 1 die Betreuung von 7.30 Uhr bis 14.30 Uhr an mindestens drei Wochentagen erfolgt, umfasst sie im Profil 2 an fünf Schultagen pro Woche den Zeitraum von 7.30 Uhr bis 16 oder 17 Uhr. Jede der beiden Schulen erhalte für den Ausbausprung eine zusätzliche neue Stelle.

Profilerweiterung in 8 Schulen

Landesweit können 157 Schulen ihr bestehendes ganztägiges Profil erweitern. „Hierzu gehören 8 Schulen im Rheingau-Taunus, die durch eine höhere Stellenzuweisung ihr Ganztagsangebot sowohl quantitativ als auch qualitativ weiterentwickeln können“, erläuterten die Abgeordneten.

So können die folgenden Schulen ihr bestehendes Profil 1 ausbauen: das Gymnasium Taunusstein in Bleidenstadt, die Aartalschule in Michelbach, die Julius-Alberti-Schule in Rüdesheim und die Geschwister-Grimm-Schule in Breithardt. Für die Ausbauschritte erhält jede der Schulen eine halbe Stelle zusätzlich.

Ihr Profil 2 können die folgenden Schulen erweitern: die IGS Obere Aar in Hahn und die Pfingstbachschule in Oestrich, die beide hierfür eine zusätzliche neue Stelle bekommen, sowie die Äskulapschule in Bärstadt und die Silberbachschule in Wehen, denen jeweils eine halbe weitere Stelle zugewiesen wird.

Landesweit würden in diesem Schuljahr 340 zusätzliche Stellen zur Verfügung gestellt, die den Ausbau beschleunigten. „Wir haben die Mittel für das Ganztagsschulprogramm deutlich aufgestockt – auf nunmehr rund 3.630 Stellen. Dies kommt bei uns vor Ort spürbar an“, betonten Müller-Klepper und Beuth.

Zugleich lasse sich hieran der hohe Stellenwert erkennen, den der Ganztagsausbau für die CDU-geführten Landesregierung besitze. „Unser Ziel ist es, durch zusätzliche und vielfältige Bildungs- und Betreuungsangebote am Nachmittag mehr Chancengerechtigkeit zu erreichen. Sie schaffen Raum und Zeit für mehr individuelle Förderung. Zugleich wird den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert.“ Entscheidend sei, dass der Ausbau bedarfsgerecht erfolge und Freiwilligkeit bei der Einrichtung und Inanspruchnahme gegeben sei. Mittlerweile könnten in Hessen Schülerinnen und Schüler an neun von zehn weiterführenden Schulen und zwei Drittel aller Grundschulen ein Ganztagsangebot in Anspruch nehmen.

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