Kiedrich. Das Land hat 2020 erneut Mittel für die Restaurierung des mittelalterlichen Kirchenensembles St. Valentinus in Kiedrich bereitgestellt. Wie die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper auf ihre Anfrage von Angela Dorn, der Hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, erfahren hat, sind in diesem Jahr insgesamt 225.000 Euro aus dem Etat der Denkmalpflege für die Innenrestaurierung der Michaelskapelle bewilligt worden. Zuvor hatte das Land bereits die Sanierung des Daches und der Außenfassade der Kapelle unterstützt.

„Damit steigt die Gesamtsumme, die das Land für das Jahrhundertwerk beisteuert, auf gut 1,6 Millionen Euro. Es leistet seit nunmehr elf Jahren durch Förderung der einzelnen Bauabschnitte einen engagierten Beitrag, dass dieser außergewöhnliche geistliche Ort für künftige Generationen gesichert und damit ein wertvolles Kulturerbe, das den Rheingau prägt, bewahrt wird“, erklärte die CDU-Politikerin.

Die Basilika St. Valentinus und St. Dionysius mit der Totenkapelle St. Michael sei eine Perle des spätgotischen Sakralbaus am Mittelrhein und ein herausragendes Denkmal für ganz Hessen. Seine Bedeutung sei mit der Verleihung des päpstlichen Ehrentitels „Basilica minor“ gewürdigt worden.

„Hier ist zu Recht ein Schwerpunkt der hessischen Denkmalpflege“, so die Abgeordnete. Nachdem zuerst die Basilica minor selbst im Mittelpunkt der Restaurierung gestanden habe, sei in der Folge die Michaelskapelle in ihren alten Glanz versetzt worden. Die Totenkapelle gelte laut dem Kunsthistoriker Dehio als das „architektonisch reichste und künstlerisch edelste Beispiel dieser Baugattung im heutigen Bundesland Hessen.“

Petra Müller-Klepper dankte der Kirchengemeinde und dem Bistum, die unterstützt von dem rührigen Kirchenbau-Verein eine Sanierungsetappe nach der anderen erfolgreich bewältigt hätten. „Dies ist ein vorbildliches Engagement für die Denkmalpflege und unsere Region.“

« Sport-Coaches sind Integrationsmotor im Kreis Landesregierung richtet Pflegequalifizierungszentrum Hessen ein »