Rheingau-Taunus. Hessen baut seine „Sanierungsoffensive“ im Landesstraßenbau aus. Wie die Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper und Peter Beuth mitteilen, wird das Programm, das 2016 gestartet wurde und 2022 enden sollte, um drei Jahre - bis ins Jahr 2025 – verlängert. Die Mittel werden um 325 Millionen Euro erhöht. Damit können 465 zusätzliche Sanierungsprojekte umgesetzt werden.

„Unsere Region profitiert massiv. 40 weitere Maßnahmen im Rheingau-Taunus werden in das Programm aufgenommen. Dies bedeutet, dass weitere 31,67 Millionen Euro bei uns investiert werden, um den Zustand der Landestraßen Schritt für Schritt zu verbessern“, erklärten die CDU-Politiker. (Neu aufgenommene Projekte siehe Tabelle 2)

Dadurch erhöhe sich das Investitionsvolumen, das im Kreis bis 2025 eingesetzt werde, auf 45.060.000 Euro. Denn 14 Maßnahmen mit einem Kostenvolumen von insgesamt 13,39 Millionen Euro, die bereits in der Vergangenheit Eingang in das Programm gefunden haben und für die Mittel eingeplant sind, seien noch nicht verwirklicht. (Offene Projekte siehe Tabelle 1)

Bei den insgesamt 54 Maßnahmen im Rheingau-Taunus, die für die nächsten fünf Jahre geplant seien, handele es sich um Decken- und grundhafte Erneuerungen von Fahrbahnen in Ortsdurchfahrten und auf freien Strecken, die Instandsetzung von Brücken und Unterführungen, Maßnahmen zur Fels- und Böschungssicherung und die Erneuerung von Pumpenanlagen zur Straßenentwässerung.

20 Millionen im Kreis bereits verbaut
„Die Sanierungsoffensive wirkt sich spürbar positiv in unserer Region aus. Sie ist ein Erfolgsmodell. Seit 2016 wurden bereits 18 Baumaßnahmen verwirklicht. Damit ist aus dem ersten Teil der Sanierungsoffensive mehr als die Hälfte der Projekte im Rheingau-Taunus fertig saniert oder aktuell im Bau. Das Land hat hierfür 20,22 Millionen Euro zur Verfügung gestellt“, so die Zwischenbilanz von Müller-Klepper und Beuth. (Abgeschlossene Projekte siehe Tabelle 3)

Das Finanzvolumen der gesamten „Sanierungsoffensive 2016 – 2025“ für den Erhalt der Landesstraßen belaufe sich inzwischen auf ein Budget von 930 Millionen Euro und umfasse 1.138 Sanierungsprojekte. Für die Fortschreibung seien noch einmal rund 2.000 Straßenprojekte auf Dringlichkeit untersucht worden. Kriterien für die Auswahl seien unter anderem die Verkehrssicherheit und die Verkehrsbedeutung. So seien der Zustand der Straßen geprüft und das Verkehrsaufkommen berücksichtigt worden.

Neben den 465 neuen Projekten, die so festgelegt wurden, gebe es andere Straßenabschnitte, die ebenfalls in keinem guten Zustand seien. „Um flexibel auf sich ändernde Straßenverhältnisse reagieren zu können, gibt es einen finanziellen Puffer“, erläuterten die Abgeordneten. Die Dringlichkeitsbewertung werde regelmäßig aktualisiert. Für akut notwendige Maßnahmen stünden auch weiterhin Mittel bereit.

Von der Sanierungsoffensive profitiere insbesondere der ländliche Raum, was am Beispiel des Rheingau-Taunus-Kreises deutlich werde. „Von den 640 Kilometern Landesstraße, die bis 2025 wieder flottgemacht werden sollen, liegen 600 im ländlichen Raum“, so Müller-Klepper und Beuth.





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