Rheingau-Taunus. Wenn es um eine Schwerbehinderung geht, können Bürgerinnen und Bürger im Rheingau-Taunus Anträge jetzt am Computer stellen – an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr. Dies teilt die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper mit.

„Mit der neuen Online-Anwendung, die vom Regierungspräsidium Gießen auf den Weg gebracht worden ist, kann die Feststellung einer Behinderung bequem von zu Hause aus beantragt werden. Auch Änderungsanträge können online übermittelt werden. Gerade Menschen, deren Alltag durch eine Behinderung erschwert wird, entlastet dieses digitale Angebot“, so die Abgeordnete. Im Zuge der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, wie wichtig es sei, dass Leistungen digital zugänglich seien und dadurch Behördengänge vermieden werden könnten.

„Das Online-Verfahren ist eine Serviceleistung für die Bürgerinnen und Bürger und kann angesichts der Vielzahl der Anträge im Bereich der Schwerbehinderung ein wichtiger Beitrag sein, um bürokratischen Aufwand deutlich zu reduzieren“, betonte Petra Müller-Klepper. Alleine im vergangenen Jahr seien in Hessen rund 57.000 Erstanträge sowie 70.000 Neufeststellungen bzw. Änderungsanträge gestellt worden.

Der Antrag könne online einfacher und schneller ausgefüllt werden. „Im Gegensatz zum Papierantrag, der alle Sachverhalte darstellt, ist das digitale Verfahren individuell auf Antragstellende abgestimmt, so dass nicht relevante Eingabefelder gar nicht erst ausgefüllt werden müssen“, erläuterte Petra Müller-Klepper.

Ein weiterer Vorteil des Online-Verfahrens auf Verwaltungsseite: Der Antrag könne mit dem Absenden sofort bearbeitet werden. Hierzu sei lediglich eine unterschriebene und im Onlineantrag vorzufindende Einverständniserklärung darüber notwendig, dass medizinische Unterlagen hinzugezogen werden dürfen.

Wer bereits im Besitz von aussagekräftigen, aktuellen ärztlichen Unterlagen sei, könne diese im Online-Antrags-Verfahren hochladen. Ansonsten werden medizinische Auskünfte und Unterlagen von der Behörde angefordert. Sofern die Einwilligungserklärung zur Auskunftserteilung oder etwaige medizinische Unterlagen nicht digital übermittelt werden, könnten diese benötigen Unterlagen binnen vier Wochen nachträglich auf dem Postweg an das Hessische Amt für Versorgung und Soziales Wiesbaden geschickt werden, das für die Bearbeitung zuständig ist. Bestehe Klärungsbedarf, melde sich das Versorgungsamt von selbst. „Wer dennoch eine persönliche Beratung wünscht, erhält diese selbstverständlich auch weiterhin.“

Antragstellende können das Verfahren nutzen unter: https://schwerbehindertenantrag.hessen.de Weiterhin ist es möglich, Anträge direkt einzureichen.

Ansprechpartner ist das Hessische Amt für Versorgung und Soziales Wiesbaden, Postfach 5747, 65047 Wiesbaden, Telefon: 0611/7157 – 0, Fax: 0611/3276-44 888, E-Mail: poststelle@havs-wie.hessen.de

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