Rheingau-Taunus. Die Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper und Peter Beuth appellieren an die Unternehmen im Rheingau-Taunus, trotz der Corona-Pandemie in den Ausbildungsanstrengungen nicht nachzulassen und noch in diesem Sommer Ausbildungsplätze bereitzustellen.

„Das Land bietet Betrieben, die in diesen schwierigen Zeiten Ausbildungsplätze sichern und neue schaffen und so jungen Menschen eine fundierte Grundlage fürs Berufsleben ermöglichen, eine Palette von Unterstützungsmöglichkeiten. Wir wollen helfen und ermutigen, wenn aufgrund der aktuellen Lage Verunsicherung besteht“, erklärten die CDU-Politiker. „Es darf nicht zu einer Generation Corona kommen. Die jungen Menschen brauchen eine faire Ausbildungschance und gute berufliche Perspektive.“

Fachkräfte in der Krise gewinnen
Das bewährte System der dualen Berufsausbildung sei auch in Krisenzeiten der Schlüssel zur Fachkräftesicherung von morgen. „Die demografische Entwicklung wird sich durch Corona nicht verändern. Die Ausbildung und anschließende Übernahme von Auszubildenden ist ein wirkungsvoller Weg, um Fachkräfte zu gewinnen und zu binden“, betonten Müller-Klepper und Beuth.

Gleichzeitig riefen die Abgeordneten die jungen Menschen im Rheingau-Taunus auf, sich über das breite Angebot von über 300 dualen Berufen zu informieren. „Die duale Ausbildung ist für die Azubis die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Die Chance, übernommen zu werden, ist hoch. Denn Fachkräfte sind heiß begehrt.“

Betriebe könnten vom Land aus dem Förderprogramm „Ausbildungsstellen für Hauptschüler/-innen“ Zuschüsse erhalten, wenn sie Hauptschulabsolventen direkt nach Schulabgang als Auszubildende einstellen. Im ersten Ausbildungsjahr werden 50 Prozent der Ausbildungsvergütung übernommen, im zweiten Jahr 25 Prozent.

Das Land gewähre zudem Zuschüsse, wenn Auszubildende ihre Ausbildung bei einer teilweisen Stilllegung, Insolvenz oder Schließung ihres Ausbildungsunternehmens abbrechen müssten und diese in einem neuen Betrieb fortsetzen könnten. Ebenso sei finanzielle Unterstützung möglich, wenn Jugendliche mit erhöhtem Sprachförderbedarf ausgebildet oder so genannte Altbewerberinnen und Altbewerber, die sich bisher vergeblich um eine Lehrstelle bemüht hätten, eine Chance zur Ausbildung gegeben werde.

Das Land übernehme für Betriebe mit weniger als 250 Beschäftigten große Teile der Kosten, wenn eine Verbundausbildung durchgeführt werde. Teile der Ausbildung, die im eigenen Betrieb schwer zu realisieren sind, könnten einem Verbundpartner übertragen werden können. Die Antragstellung sei ab Ende Juli wieder möglich. Mehr als 9 Millionen Euro stünden für die Verbundausbildung aus dem Sondermögen für Corona-Hilfen bereit.

Weitere Informationen sowie Antragsformulare unter https://rp-kassel.hessen.de/bürger-staat/förderung in der Rubrik „Ausbildungs- und Arbeitsmarktförderung“

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