Rheingau-Taunus. Das Land unterstützt angesichts der Corona-Pandemie kleine und mittlere Unternehmen im Rheingau-Taunus mit einem neuen Programm bei der Ausbildung junger Frauen und Männer. Dies teilen die Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper und Peter Beuth mit. Sie appellieren, die neue Fördermöglichkeit zu nutzen. „Möglichst viele junge Menschen sollen noch in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen können. Das Programm ‚Verbundausbildung‘ hilft den Unternehmen, die durch die aktuelle Lage verunsichert sind, Ausbildungsverhältnisse einzugehen“, erklärten die CDU-Politiker.

Das Land übernehme für Betriebe mit weniger als 250 Beschäftigten bei jetzt noch abgeschlossenen Verträgen große Teile der Kosten für die Ausbildung. Gleichzeitig werde die Möglichkeit geschaffen, dass Teile der Ausbildung, die im eigenen Betrieb schwer zu realisieren sind, einem Verbundpartner übertragen werden können. „Bedingt durch die Pandemie sind Betriebe häufig nicht mehr in der Lage, alle geforderten Ausbildungsabschnitte abzudecken. Deshalb ist die Zusammenarbeit in einem Verbundmodell sinnvoll“, so Müller-Klepper und Beuth.

Das Land erstattet die Ausbildungsvergütungen für das erste Ausbildungsjahr und die Mehrausgaben von Verbundausbildungen durch einen Festbetrag von 68 Euro für jeden externen Ausbildungstag. Gefördert werden Ausbildungsverbünde aus mindestens zwei Partnern. Die Partnerschaft besteht aus dem Stammausbildungsbetrieb und einem oder mehreren frei gewählten weiteren Partnern, z. B. einem anderen ausbildungsberechtigten Unternehmen, einem Bildungsträger oder sonstigen Ausbildungsdienstleister. Insgesamt stehen für das Programm in den nächsten Jahren 35 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Corona-Pandemie habe sich nicht nur auf den Arbeitsmarkt, sondern auch erheblich auf den Ausbildungsmarkt ausgewirkt, so die Abgeordneten. Im September lag die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen in Hessen 8,4 Prozent unter dem Wert des vergangenen Jahres. „Viele Betriebe schrecken zurück, die Verpflichtungen einer mehrjährigen Ausbildung einzugehen. Gleichzeitig zögern viele Jugendliche, eine Ausbildung zu beginnen. Hier kann das Programm Hilfe und Stütze sein, um das Ausbildungsangebot stabil zu halten und junge Menschen für eine duale Ausbildung zu gewinnen.“
Nähere Informationen gibt es auf der homepage des Regierungspräsidiums Kassel, wo auch die Antragstellung erfolgt:
https://rp-kassel.hessen.de/bürger-staat/förderung/ausbildungs-und-arbeitsmarktshyförderung

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