Rheingau-Taunus. Der Rheingau-Taunus-Kreis kann bei der Anschaffung von Luftreinigungsgeräten für die Schulen mit einer finanziellen Unterstützung des Landes rechnen. Dies teilt die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper mit. „Die Landesregierung hat ein Sofortprogramm mit einem Gesamtvolumen von 10 Millionen Euro aufgelegt. Der Haushaltsausschuss des Landtags hat grünes Licht gegeben, dass die Mittel aus dem Sondervermögen für Corona-Hilfsmaßnahmen bereitgestellt werden können. Sie werden auf die Schulträger in Hessen – darunter der Rheingau-Taunus-Kreis – verteilt.“

Das Land fördere die Anschaffung von mobilen Luftreinigungsanlagen für Schulräume, in denen ein regelmäßiges Stoß- und Querlüften nicht oder nicht ausreichend möglich sei. Auch kleinere bauliche Maßnahmen zur Ertüchtigung von Fenstern und die Anschaffung von CO2-Ampeln für Klassen- und Fachräume könnten bezuschusst werden.

„Die grundsätzliche Tauglichkeit von Luftreinigungsgeräten zur Filterung von Aerosolen konnte vor einigen Wochen bei einer Testreihe, die das Institut für Atmosphäre und Umwelt der Frankfurter Goethe-Universität an der Wiesbadener Leibnizschule durchgeführt hat, nachgewiesen werden. Deshalb hat die CDU im Kreistag beantragt und sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass vom Rheingau-Taunus-Kreis nicht nur CO2-Melder für die Schulen angeschafft, sondern zugleich auch in Schulräumen, die nur schwer zu lüften sind, Luftfilter eingesetzt werden“, erklärte Petra Müller-Klepper. Moderne Luftreinigungsgeräte könnten das regelmäßige Lüften in den Schulräumen nicht vollständig ersetzen, aber ergänzen.

Der Kreisausschuss sei in der Kreistagssitzung am 20. Oktober 2020 beauftragt worden, ein Konzept für die Anschaffung von Luftfiltern für diejenigen Räume zu erstellen, in denen kein ordentlicher Luftaustausch möglich sei. Dieses Konzept könne nach einer positiven Entscheidung durch den Haupt- und Finanzausschuss, dem der Kreistag die endgültige Beschlussfassung übertragen habe, umgesetzt werden. „Hierfür kann der Kreis nun sein Förderkontingent aus dem neuen Sofortprogramm des Landes verwenden. Es berechnet sich nach der Schülerzahl und wird ihm als Pauschale zugewiesen“, so die Abgeordnete. Man sei zuversichtlich, dass damit die entstehenden Kosten zumindest zu einem Großteil, wenn nicht sogar komplett gedeckt werden könnten.

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