Rheingau-Taunus. Das Land stärkt den Katastrophenschutz im Rheingau-Taunus. Wie die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper mitteilt, ist bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Schwalbach ein Abrollbehälter Starkregen stationiert worden. Der Behälter werde nicht nur in der Kreisstadt, sondern bei Bedarf auch darüber hinaus in der Region zum Einsatz kommen.

„Mit dieser Sonderausstattung können die Folgen von Starkregenereignissen effektiver bekämpft und die Hilfe verbessert werden“, erklärte die CDU-Politikerin. Die Übergabe durch Innenminister Peter Beuth erfolgte in Frankfurt gemeinsam mit sechs weiteren Wehren aus Hessen, die ebenfalls mit dem Behälter ausgestattet worden sind.

Es handele sich um ein mobiles Einsatzmittel im Wert von rund 143.000 Euro mit modernsten Funktionen. „Der Behälter verfügt über spezielles Gerät, das auf den genormten Feuerwehrfahrzeugen nicht vorhanden ist“, erläuterte Petra Müller-Klepper. So beinhalte er eine Tragkraftspritze, einen Stromerzeuger, Doppelkammerschlauch-Systeme zur Wasserrückhaltung, Schmutzwasserpumpen, einen faltbaren Wasserbehälter sowie weitere feuerwehrtechnische Geräte zur Wasserförderung und Beleuchtung.

Die Schmutzwasserpumpen dienten der Wasserförderung aus vollgelaufenen Kellern oder sonstigen Objekten. Im faltbaren Wasserbehälter, der ein Volumen von 5.000 Litern habe, könne unter Verwendung der Tragkraftspritze Brauch- oder Löschwasser aufgenommen werden. Mit dem Doppelkammerschlauch-System könne Regen-, Hoch- oder Löschwasser zurückgehalten oder umgeleitet werden.

„Die Ausstattungsoffensive des Landes im Katastrophenschutz kommt bei uns vor Ort an“, betonte Petra Müller-Klepper. Bereits letztes Jahr war ein Abrollcontainer Lösch-Wasser-Versorgung (AB-LWV) im Wert von knapp 400.000 Euro an die Freiwillige Feuerwehr Rüdesheim übergeben worden. „Dieses Hochleistungspumpen-System kann sowohl im Hochwasserschutz als auch bei der Brandbekämpfung eingesetzt werden.“ Hessen habe den Katastrophenschutz in einer Kraftanstrengung mit modernsten Einsatzmitteln umfassend ausgestattet und dabei in den letzten zehn Jahren rund 68 Millionen Euro investiert. „Der Katastrophenschutz in Hessen verfügt über die umfassendste und modernste Ausstattung seiner Geschichte. Das Land wird nicht nachlassen, die Einsatzkräfte mit modernstem Equipment zu versorgen.“

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