Rheingau. Das Land Hessen hat für die drei Rheingauer Fähren erneut eine finanzielle Unterstützung für die Aufrechterhaltung des Verkehrs im Rahmen der Corona-Virus-Pandemie bewilligt. Wie die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper auf ihre Anfrage vom Finanzministerium erfahren hat, erfolgt hierfür aktuell eine Zuweisung aus dem Corona-Landesausgleichsstock in Höhe von 64.587,50 Euro. Bereits im Juni vergangenen Jahres waren für die Monate April und Mai insgesamt 57.681,25 Euro bewilligt worden, damit entstandene Liquiditätsengpässe teilweise ausgeglichen werden konnten.

„Die erneute Unterstützung fließt für die Aufrechterhaltung des Fährbetriebs in den Monaten Dezember 2020 und Januar 2021. Sie hilft, den Fortbestand der Betriebe und die für viele Menschen wichtige Verbindung zu sichern. Das Land erkennt die besondere Leistung an, die die drei Fährbetriebe in schwieriger Zeit erbringen. Sie sichern den mobilen Brückenschlag über den Rhein und verbinden die beiden Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz. Trotz der Corona-bedingten Einschränkungen und rückläufigen Fahrgastzahlen haben sie den Betrieb fortgeführt und somit den Verkehrsteilnehmern große Umwege und Zeit erspart, was ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist“, erklärte die CDU-Politikerin.

Petra Müller-Klepper dankte Finanzminister Boddenberg, dass die Förderung wie bei der Bewilligung im Juni erneut allen Fähren zuteil wird. Der Bewilligungsbescheid über 64.587,50 Euro sei auf dem Weg an den Rheingau-Taunus-Kreis, der die Anträge der drei Fährbetreiber mit den aufgelisteten Betriebsstunden an das Ministerium geleitet habe. „Das Land Hessen stellt für jede Fährbetriebsstunde, die in den Monaten Dezember und Januar geleistet worden ist, einen Zuschuss von 25 Euro bereit.“ Die Zuwendung erfolge damit in gleicher Höhe, wie sie auch von Rheinland-Pfalz vorgenommen werde.

Die „Rheinfähre Maul GmbH“, die Oestrich-Winkel und Ingelheim verbindet, habe in dem betreffenden Zeitraum 728 zuweisungsfähige Betriebsstunden geleistet und erhalte 18.200 Euro. Die „Bingen-Rüdesheimer Fähr- und Schiffahrtsgesellschaft eG“, die die Fähre zwischen Rüdesheim und Bingen betreibt, komme auf 1.166 zuweisungsfähige Betriebsstunden, weshalb für sie 29.150 Euro bewilligt wurden. Die „Fährbetrieb Schnaas GmbH“, die mit ihrer Mittelrhein-Fähre Lorch mit Niederheimbach verbindet, sei 689,5 Stunden in Betrieb gewesen und erhalte eine Förderung von 17.237,50 Euro.

Petra Müller-Klepper hatte Finanzminister Michael Boddenberg auf die Bedeutung der Fähren für die Rheingauer Bevölkerung hingewiesen und bei ihm um Unterstützung geworben. Zu Beginn der Corona-Krise hatte sie sich erfolgreich bei Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir eingesetzt, dass es einen Zuschuss von 12.600 Euro für die Sicherstellung der Verbindung zwischen Rüdesheim und Bingen gab, damit die Beschäftigten der systemrelevanten Einrichtungen in Rüdesheim wie die Polizeistation, das St. Josefs-Hospital Rheingau und das St. Vincenzstift ihren Arbeitsplatz direkt erreichen konnten.

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