Eltville. Aus dem Hessischen Investitionsfonds, mit dem das Land Verbesserungen in der Infrastruktur vor Ort unterstützt, gibt es eine Finanzhilfe in Höhe von 832.500 Euro für Eltville. Wie die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper mitteilt, war die Stadt mit ihren Anträgen für zwei Projekte erfolgreich und erhält für deren Umsetzung jeweils ein kostengünstiges Darlehen. 500.000 Euro stehen für das Wiesental in Martinsthal bereit, das als Ort der Naherholung und Freizeitgestaltung sowie Naturerlebnis aufgewertet werden soll. Ein weiteres Darlehen in Höhe von 332.500 Euro wurde für die Beschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs (LF 20) für die Freiwillige Feuerwehr Eltville bewilligt.

„Diese Mittel helfen bei der Verwirklichung der Vorhaben. Die Darlehen, die einen festgeschriebenen verbilligten Zinssatz haben, ergänzen die Investitionshilfen von Bund und Land, die über die Kommunalinvestitionsprogramme I und II (KIP) den Kommunen zugutekommen“, erklärte die CDU-Politikerin.

Die beiden Eltviller Projekte gehören zu den hessenweit 108 Vorhaben, die 2020 von der Landesregierung aus dem Fonds mit einer Gesamtsumme von 156,8 Millionen Euro gefördert werden. „Davon gehen für acht Projekte insgesamt 4.072.000 Euro in den Rheingau-Taunus“, hat Petra Müller-Klepper von Finanzminister Michael Boddenberg erfahren.

Bereits in den vergangenen neun Jahren habe die Region durch Hilfen in Höhe von insgesamt 19,6 Millionen Euro vom Investitionsfonds profitiert. Auch Eltville sei bereits 2019 mit Darlehen über insgesamt 896.000 Euro bei der Sanierung des Kirchturms in Rauenthal und der Anschaffung eines Fahrzeugs für die Feuerwehr Martinsthal sowie 2018 mit einem Darlehen über 450.000 Euro für die Errichtung der Nachschubhalle an der Stützpunktfeuerwache gefördert worden. Hinzu kämen für die Kommunen im Rheingau-Taunus die Fördermittel in Höhe von 17,16 Millionen Euro aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) I, 14 Millionen Euro aus KIP II, 195,4 Millionen Euro aus dem Kommunalen Schutzschirmprogramm und 420,85 Millionen Euro aus der HESSENKASSE zur Entschuldung von den Kassenkrediten.

„Alle diese Gelder gab und gibt es zusätzlich zu den jährlich fließenden Mitteln aus dem Kommunalen Finanzausgleich, der aktuell eine Rekordhöhe erreicht und dessen Zuweisungen sich durch die Neustrukturierung für die Kommunen im Rheingau-Taunus deutlich erhöht haben“, betonte die Abgeordnete. Das Land unternehme größte Anstrengungen, um die Finanzsituation der Kommunen zu konsolidieren, zu stabilisieren und Gestaltungsspielraum für Investitionen zu eröffnen.


Symbolfoto Eltville:© Adobe Stock/mojolo

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