Rheingau. Die Hochschulen in Hessen sollen mit Projekten die Bundesgartenschau (BUGA) 2029 im Welterbegebiet Oberes Mittelrheintal mitgestalten. Mit dieser Bitte ist die Rheingauer Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper bei der Landesregierung auf offene Ohren gestoßen.

„Wissenschaftsministerin Angela Dorn begrüßt diese Überlegung – auch weil das Thema Nachhaltigkeit in der nächsten Periode des Hochschulpakts und darüber hinaus eine bedeutende Rolle spielen wird“, freut sich die CDU-Politikerin. Sie hatte in ihrem Schreiben an die Ministerin konkret angeregt, dass bei entsprechenden Projekten eine Schwerpunktsetzung auf die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz erfolge.

„Der Möglichkeit, im Rahmen der nächsten Hochschulpakt-Förderperiode (2021-2025) Anträge auf die Vorbereitung von Projekten für die BUGA zu stellen, stehe ich sehr positiv gegenüber“, heißt es im Antwortschreiben von Angela Dorn an die Abgeordnete. Die Hochschulen könnten beispielsweise aus dem Innovations- und Strukturentwicklungsbudget Nachhaltigkeitsprojekte beantragen. Inwiefern Hochschulprojekte unmittelbar im BUGA-Kontext umgesetzt werden können, müsse noch geprüft werden. Eventuell böten sich auch Möglichkeiten, die Hochschulen dabei über das EFRE-Förderprogramm zu unterstützen.

Die Ministerin kündigte an, die hessischen Hochschulen über die BUGA zu informieren. Sie werde sie auf die Möglichkeit hinweisen, in diesem Rahmen ihre Nachhaltigkeitsprojekte zu präsentieren. „Die Großveranstaltung bietet hierfür eine ideale Plattform. Sie sollte intensiv genutzt werden, indem Projekte hierfür entwickelt werden“, appellierte Petra Müller-Klepper.

Die Abgeordnete ist wie Welterbe-Dezernent Karl Ottes, mit dem sie sich über das Thema ausgetauscht hat, überzeugt, dass Projekte hessischer Hochschulen zur Attraktivität der BUGA beitragen können. Hier komme der Hochschule Geisenheim University eine besondere Bedeutung und Leuchtturmfunktion zu. „Sie bringt sich bereits jetzt ein, indem sie als fachkundige Ratgeberin die Planungsprozesse der BUGA-Kommunen Rüdesheim und Lorch begleitet. Aufgrund der regionalen Verankerung und ihrer fachlichen Ausrichtung ist sie für die Mitgestaltung durch eigene Projekte geradezu prädestiniert“, betonte Petra Müller-Klepper.

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