Kiedrich. Die Landesregierung fördert die Kiedricher Chorbuben, die in diesem Jahr den 200. Geburtstag ihres Stiftungsgründers Baronet John Sutton begehen. Wie die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper mitteilt, hat der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, eine Zuwendung in Höhe von 2.500 Euro bewilligt.

„Anlässlich des Suttonjahres wird dem Chor eine Spende in dieser besonderen Höhe zuteil. Das Land wertschätzt damit die große Tradition des Gotteslobes, die von den Chorbuben und –mädchen unter Leitung von Chorregent Gabriel Heun mit Können und Begeisterung gepflegt wird. Für den Fortbestand durch die Zeiten hat der englische Adelige Sir John Sutton 1865 mit der Gründung der Chorstiftung und der Choralschule das Fundament gelegt“, erklärte die CDU-Politikerin, die die Antragstellung unterstützt hatte.

Die Mittel sollen für die Chorreise nach England verwendet werden, bei der sich die Sängerinnen und Sänger im Herbst auf die Spuren von Sir John Sutton begeben wollen. „Es ist nicht nur der Besuch seines Geburtsorts und seiner Wirkungsstätten geplant, sondern auch ein Konzert des Chors sowie seine Mitwirkung im Gottesdienst. Wir drücken alle die Daumen, dass dieses außergewöhnliche Erlebnis möglich wird“, so Petra Müller-Klepper.

Die Reise sei zugleich eine Reminiszenz an den Mäzen, der ein immaterielles Kulturerbe von höchster Bedeutung gesichert habe. Kiedrich sei der weltweit einzige Ort, wo jeden Sonntag und an Feiertagen seit 1333 der Gregorianische Choral in einer musikalischen Sonderform erklinge, dem germanischen Dialekt. Darüber hinaus habe Sutton durch die Renovierung der Pfarrkirche und St. Michaelskapelle herausragende Baudenkmäler erhalten und Kiedrichs Charakter als „Schatzkästlein der Gotik“ geprägt.

« Corona-Krise: Land hilft Vereinen Neues Katastrophenschutz-Löschgruppenfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Bad Schwalbach »