Lorch. Die Stadt Lorch kann mit Hilfe des Investitionsprogramms der HESSENKASSE die Umsetzung von Projekten starten und finanzieren. „Es sind mehrere angemeldete Maßnahmen vom Land als förderfãhig anerkannt worden. Das Finanzministerium hat grünes Licht gegeben: Es können Fördermittel in Höhe von 395.000 Euro abgerufen werden", erklärte die CDU-Politikerin.

Die Landesmittel werden nach den Worten der Abgeordneten für vier Projektgruppen zur Verfügung gestellt. 100.000 Euro seien für den Umbau und die Erweiterung des Gebäudes der Feuerwehr Espenschied bestimmt. 145.000 Euro fließen für die Erneuerung der Heizungen in kommunalen Gebäuden wie Rathaus, Feuerwehrgebäude und Dorfgemeinschaftshäuser. Mit 75.000 Euro wird die grundlegende Sanierung von Straßen im Stadtgebiet unterstützt. Mit weiteren 75.000 Euro kann die Sanierung der Mauer hinter der Kita St. Nikolaus Lorch finanziert werden.

Weitere Mittel stehen bereit

Mit der Freigabe dieser ersten Tranche von Fördermitteln in Höhe von 395.000 Euro kann die Stadt nun knapp 40 Prozent ihres Förderkontingents nutzen, das sich auf 1.004.230 Euro beläuft, so die Landtagsabgeordnete. „Es stehen noch 609.230 Euro als gezielte Unterstützung des Landes für weitere Vorhaben bereit. Lorch kann damit Vorhaben angehen, die ohne diese Hilfe nicht oder jetzt noch nicht möglich wären und die letztendlich den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zugutekommen“, erläuterte die CDU-Politikerin. Mit Unterstützung des Landes werde die Infrastruktur weiter verbessert. Bereits mit dem Hessischen Kommunalinvestitionsprogramm sei Lorch ein Fördermittelkontingent in Höhe von 391.040 Euro für die Verwirklichung von Projekten zur Verfügung gestellt worden.

Mit der HESSENKASSE habe das Land zum einen die Kommunen bei der Entschuldung unterstützt, indem es die Kassenkredite übernommen habe. Gerade der Rheingau-Taunus profitiere hiervon massiv. Der Kreis und 13 Städte und Gemeinden hätten ein dickes Hilfspaket in einer Gesamthöhe von 420,85 Millionen Euro erhalten. Zum anderen stärke das Land bewusst auch diejenigen Kommunen, die sich mit Blick auf ihren Haushalt manche Investition verkniffen hätten. „Wir haben auch die sparsamen Kommunen im Blick, die auf Kassenkredite zu verzichtet haben. Wer solide wirtschaftet, darf nicht bestraft werden“, erläuterte die CDU-Politikerin. Deshalb habe das Land zum Ausgleich als zweiten Teil in der HESSENKASSE für Kommunen ohne Kassenkredite, die nicht dauerhaft abundant sind, ein Investitionsprogramm verankert, aus dem sie Investitionszuschüsse erhalten können. „Dies kommt nun Lorch zugute.“

Der Verwendungszweck der Mittel sei vom Land breit angelegt. Das Förderkontingent setze sich aus einem Zuschuss von 90 Prozent des Investitionsvolumens und ein Darlehensangebot über die restlichen 10 Prozent zur Erbringung des Eigenanteils zusammen. Das Darlehen sei zinsfrei und innerhalb von zehn Jahren zu tilgen.

Landesweit könnten fast 260 Kommunen das Investitionsprogramm der HESSENKASSE nutzen, durch das Finanzhilfen in einem Umfang von rund 700 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. „Außer Lorch erhalten im Rheingau-Taunus auch Kiedrich und Schlangenbad Investitionsmittel“, so die CDU-Politikerin. Ihnen sei jeweils ein Förderkontingent von 833.333 Euro zugeteilt worden. Hessenweit seien bisher mit Hilfe des Investitionsprogramms der HESSENKASSE bereits 489 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von knapp 243 Millionen Euro auf den Weg gebracht worden.

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