Rheingau-Taunus. Die aktuelle LEADER-Förderperiode wird in Hessen nicht wie ursprünglich vorgesehen zum Jahresende 2020 auslaufen, sondern erst am 31. Dezember 2021 enden. Dies teilen die Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper und Peter Beuth mit. „Unsere Region wird mit den beiden LEADER-Regionen Rheingau und Taunus von dieser Entscheidung profitieren. Die Serie von Projekten, mit denen die Regionalentwicklung im Kreis erfolgreich vorangebracht wird, kann fortgesetzt werden“, freuen sich die CDU-Politiker.

Umweltministerin Priska Hinz habe die Anerkennung aller 24 hessischen lokalen Aktionsgruppen, darunter die beiden Vereine Regionalentwicklung Rheingau und Regionalentwicklung Taunus als Träger der hiesigen LEADER-Regionen, um ein Jahr verlängert. „Um die Projektförderung in bekannter Weise fortsetzen zu können, werden auch zukünftig Mittel zur Verfügung stehen“, sichern die Abgeordneten zu. Die Fortführung der Förderung für die laufenden Kosten sei in Aussicht gestellt worden.

„Damit werden Planungssicherheit und die Verstetigung der Aktivitäten gewährleistet“, betonten Müller-Klepper und Beuth. Angesichts der Unsicherheiten hinsichtlich der Anschlussförderperiode auf EU-Ebene habe es Befürchtungen bei den lokalen Aktionsgruppen, die für die Umsetzung der Projekte vor Ort zuständig sind, gegeben, ob die bestehenden Beschäftigungsverhältnisse weitergeführt und begonnene Arbeitsprozesse in Kontinuität fortgesetzt werden könnten.

Zur Finanzierung der laufenden Kosten für das Jahr 2021 würden die notwendigen Gelder im Rahmen des Landeshaushalts 2020 bereitgestellt. „Es wird davon ausgegangen, dass auch auf EU-Ebene die aktuelle Förderperiode zumindest für ein Jahr verlängert wird und daher auch seitens der EU neue Mittel für laufende Maßnahmen bereitgestellt werden.“

Zuschlag verdient – über 70 Projekte

Im Rheingau-Taunus werde das Programm vielfältig in Anspruch genommen und mit großem Engagement umgesetzt. „Beide Aktionsgruppen haben diesen Zuschlag in Form der Verlängerung verdient“, lobten Müller-Klepper und Beuth. Über 70 Projekte seien in der aktuellen Förderperiode auf den Weg gebracht worden. Die Fördersumme belaufe sich bis jetzt auf 2,6 Millionen Euro. Damit seien gut 70 Prozent des Gesamtbudgets für die beiden Förderregionen, das sich aus Mitteln der EU und des Landes zusammensetzt, bereits genutzt worden.

Die Abgeordneten dankten den Mitgliedern der Vereine Regionalentwicklung Rheingau und Taunus für ihr großes ehrenamtliches Engagement. Mit der Umsetzung des jeweiligen Regionalen Entwicklungskonzepts erfülle man einen anspruchsvollen und arbeitsintensiven Auftrag, der von der Festsetzung der Förderprioritäten über die Beschlussfassung und Begleitung der Förderprojekte bis hin zur Organisation des regionalen Dialogs reiche. Dem hauptamtlichen Regionalmanagement komme mit der Beratung und Unterstützung der Antragsteller eine Schlüsselrolle zu. „Die Region ist beim Managen des Förderprozesses gut aufgestellt“, so die CDU-Politiker. Ziel der Anstrengungen sei es, den Rheingau-Taunus als attraktiven Lebensraum weiter zu entwickeln und die Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner zu erhalten.

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