Rheingau-Taunus. Für den Kita-Ausbau stellt das Land Hessen den Städten und Gemeinden im Rheingau-Taunus mehr Geld als ursprünglich geplant zur Verfügung. „Das Gesamtbudget für das Kreisgebiet, mit dessen Hilfe neue Betreuungsplätze geschaffen und bestehende durch Gebäudesanierung oder –umbau gesichert werden können, wird um 620.910 Euro auf 6.374.340 Euro erhöht“, teilen die Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper und Peter Beuth mit.

Das Sozialministerium habe soeben die erhöhten Förderkontingente mit der aktualisierten Förderrichtlinie im Staatsanzeiger veröffentlicht. „Im Zuge der Corona-Programme gibt es diesen Zuschlag“, erläuterten die CDU-Politiker. Für welche Projekte im Rheingau-Taunus das Förderkontingent verwendet wird, entscheide der Rheingau-Taunus-Kreis als örtlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe. „Vor Ort weiß man am besten, wo die Bedarfe am größten sind. Deshalb entscheidet nicht das Land, sondern das Jugendamt.“

Nachdem das Bundesinvestitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 bis 2020“ ausgelaufen sei, damit bei weitem aber nicht alle erforderlichen Baumaßnahmen im Kreis wie in ganz Hessen hätten gefördert werden können, springe das Land ein und führe diese Initiative mit erheblichem Mitteleinsatz fort. „Es werden landesweit in zwei Schritten insgesamt 142 Millionen Euro bereitgestellt.“ Hinzu kämen nun aus den Corona-Programmen weitere 77 Millionen Euro.

Betreuung und frühkindliche Bildung sichern
Das Bauprogramm ermögliche die Erweiterung der Kapazitäten und fördere die Weiterentwicklung der Betreuungslandschaft. Es sei angesichts der Nachfrage erforderlich. In Zeiten steigender Kinderzahlen und wachsender Betreuungsumfänge stünden die Kommunen, die für die Kinderbetreuung verantwortlich seien, vor der Herausforderung, neue Einrichtungen zu bauen oder bestehende zu erweitern.

Das Land unterstütze, damit in den Kitas als zentralen Orten der frühkindlichen Bildung eine bestmögliche Förderung stattfinden könne und den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Bereich erleichtert werde. „Gerade die Hochphase der Corona-Pandemie hat uns allen gezeigt, wie wichtig eine gute und verlässliche Kinderbetreuung ist“, geben die Abgeordneten zu bedenken.

Die Landesregierung investiere seit Jahren massiv in die Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung. Im Landeshaushalt 2020 stelle sie rund eine Milliarde Euro dafür zur Verfügung. „Bund und Land stellen sich mit den verschiedenen Förderprogrammen an die Seite der Kommunen und leisten einen Beitrag zu einer der wichtigsten Aufgaben der Städte und Gemeinden vor Ort – der Kinderbetreuung“, so Petra Müller Klepper und Peter Beuth.

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