Eltville-Martinsthal. Das Land Hessen leistet einen weiteren finanziellen Beitrag zur Instandsetzung des Grainger-Grabmals auf dem Martinsthaler Friedhof. Auf Initiative der Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper hat der Chef der Staatskanzlei, Minister Axel Wintermeyer, dem Förderverein Kulturdenkmäler Martinsthal eine Zuwendung in Höhe von 922 Euro bewilligt.

„Nachdem für die grundlegende Restaurierung des Grabmals Mittel der Denkmalpflege in Höhe von 3.000 Euro bereitgestellt worden sind, hilft nun der weitere Zuschuss, dass der Verein die Sanierung der Grabeinfassung, die im Nachgang erforderlich wurde, finanzieren kann“, erklärte die CDU-Politikerin. Das Land bringe damit Dank und Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder zum Ausdruck.

Der Förderverein setze sich vorbildlich und erfolgreich für den Erhalt der örtlichen Kulturdenkmäler ein, lobte Petra Müller-Klepper. Mit der baulichen und gärtnerischen Instandsetzung werde die historisch wertvolle Grabanlage der irischen Adeligen Mrs. Anna Maria Grainger und ihrer Tochter Miss Philomena Grainger bewahrt, die als Wohltäterinnen in Martinsthal und Rauenthal gewirkt hätten. „So bleibt die Erinnerung an ihr Wirken lebendig, das es verdient, in Ehren gehalten zu werden.“

Die Graingers ließen sich 1890 nördlich von Martinsthal im Kloster Tiefenthal nieder, das in den Jahrzehnten zuvor nach der Säkularisierung verfallen war. Sie erneuerten und vergrößerten das Anwesen. Nach Vorverhandlungen zwischen Miss Grainger und Mutter Maria Katharina Kasper, der Gründerin der Armen Dienstmägde Jesu Christi, wurde dort 1898 eine Ordensniederlassung eröffnet. Miss Grainger gründete 1902 den ersten Martinsthaler Kindergarten. Das Kloster erwachte zu neuem Leben.

Die Dernbacher Schwestern, denen die Graingers ihr Anwesen vererbt hatten, kümmerten sich in der Folge über viele Jahrzehnte um Kinder, Kranke, Alte und Arme, unterhielten Kindergärten, Nähschulen und ein Altersheim. „Mutter und Tochter Grainger haben die Grundlage für dieses segensreiche Wirken geschaffen, mit dem so vielen Menschen geholfen und Gutes zuteil wurde“, so die Abgeordnete.

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