Rheingau-Taunus. Die Sicherheits-App hessenWARN, die seit November letzten Jahres über Gefahrenlagen im unmittelbaren Lebensumfeld informiert, wird im Rheingau-Taunus rege genutzt. Die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper weist die Bürgerinnen und Bürger darauf hin, dass die Serviceleistungen um wichtige Elemente ergänzt werden und dafür ein Update für das smartphone in den App-Stores zur Verfügung steht. „Die kostenlose App erhält mit einem ‚Wildwarner‘ für den Straßenverkehr sowie einer Widget-Funktion für den Notruf mit exakter Standortübermittlung innovative Neuerungen. Damit bietet sie noch mehr Sicherheit.“ Um dies nutzen zu können, solle die App installiert werden.

Die App mache mit dem neuen „Wildwarner“ Autofahrer über die Freisprecheinrichtung aufmerksam, wenn auf einer Strecke das Risiko für Wildwechsel steige, und trage dadurch zur Verkehrssicherheit bei, so die Abgeordnete. „Gerade in einer ländlichen, wald- und wildreichen Region wie dem Rheingau-Taunus ist dieser Service von besonderer Bedeutung. Durch die Weckfunktion von hessenWARN, die aktiv wird, sobald der Verkehrsteilnehmer während der Dämmerung in ein Gebiet mit erhöhter Wildwechsel-Gefahr fährt, wird eine erhöhte Sensibilisierung erreicht.“

Der „Wildwarner“ nutze während der Fahrt die GPS-Ortung. Es handele sich um ein Feature, welches mittels eines Algorithmus auf eine mögliche Wildwechselgefahr auf bestimmten Strecken hinweise. Grundlage hierfür seien u.a. Ort, Tages- und Jahreszeit sowie anonymisierte Unfalldaten, Umweltdaten und Nutzereingaben von erfahrenen Autofahrern und Jägern über das Start-Up wuidi.com.

Die Warnfunktion könne durch eine Bluetooth-Kopplung direkt über das Entertainment-System des Fahrzeuges ausgegeben werden. „Es ist somit keine Bedienung des Smartphones notwendig, so dass eine Nutzung während der Fahrt problemlos möglich ist“, erläuterte Petra Müller-Klepper.

Für die Betriebssysteme iOS und Android kann mit dem Update ein Widget der Notruffunktion auf dem Startbildschirm des Smartphones installiert werden. „Mit dieser automatischen Positionsübermittlung kann Hilfe noch schneller und einfacher ausgelöst werden“, betonte die Abgeordnete. hessenWARN nutze für die Warn- und Informationsfunktionalitäten den ungefähren aktuellen Standort, der akkuschonend über die Funkzelle ermittelt wird. Während des Notrufes werde die genauere Standortübermittlung über alle zur Verfügung stehenden Ortungsdienste aktiviert und genutzt.

Sollte es zu einem ungewollten Verbindungsabbruch kommen, werden noch für weitere 30 Minuten Standortdaten des Telefons übertragen, um gegebenenfalls notwendige Rettungs- und Hilfemaßnahmen zu koordinieren. Die Übermittlung der Standortdaten können Nutzer der App jederzeit stoppen. Es besteht die Auswahlmöglichkeit, ob Standortdaten nur einmalig oder alle 10 Sekunden an die Leitstelle übermittelt werden. Alle übermittelten Daten werden 30 Minuten später automatisch datenschutzkonform aus dem System gelöscht.

Durch die Weiterentwicklung der Notruffunktion können Nutzer künftig Standortdaten, d.h. Geokoordinaten oder soweit möglich eine Anschrift, auch bundesweit abrufen. Diese Funktion war bislang auf Standortdaten in Hessen beschränkt. So können die Nutzer der App auch außerhalb Hessens den Einsatzkräften von Polizei, Rettungsdiensten und Feuerwehr ihren Standort mitteilen, um dadurch noch schneller Hilfe zu erhalten.

Die hessenWARN-App steht kostenlos zur Verfügung.
im Apple App-Store
im Google Play Store

Weitere Informationen, FAQs unter www.hessenwarn.de .

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