Eltville. Die Freiherr-vom-Stein-Schule in Eltville ist für das Projekt „Zehn klimafreundliche Schulhöfe für Hessen“ ausgewählt worden. Dies teilt die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper mit. Das Projekt wird vom Hessischen Umweltministerium und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) durchgeführt.

„Die Bewerbung der Eltviller Grundschule war erfolgreich. Sie ist nun eine von zehn Pilotschulen in Hessen, die ihren Schulhof neu und gezielt klimafreundlich gestalten und dabei Vorreiter und Vorbild sind“, erklärte die CDU-Politikerin. Aufgabe sei es, in einem Gemeinschaftswerk von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Schulleitung, Eltern und Schulträger eine grüne Oase zu planen und entstehen zu lassen – beispielsweise durch Entsiegelung und Bepflanzung. Insbesondere die Kinder sollen sich engagiert einbringen.

Ziel sei ein klimagerechter, naturnaher und nachhaltiger Schulhof, der attraktive, vielfältige Lern- und Aufenthaltsräume biete. „Kinder sollen dort spielen, sich austoben, austauschen, zurückziehen und dabei Natur erleben können. Ein Schulhof ist mehr als ein Pausenraum und gerade in Zeiten der Corona-Pandemie eine wichtige Ergänzung zum Klassenzimmer“, so die Abgeordnete. Zugleich werde auf diese Weise umweltbewusstes Denken und Handeln schon von klein an gefördert – „ganz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.“

Hessen ist nach Thüringen und Brandenburg das dritte Bundesland, in dem die DUH das Schulhofprojekt durchführt. Sie begleitet und unterstützt die Eltviller Schule mit fachkundiger Beratung vor Ort und thematischen Fortbildungen. Von den Erfahrungen der zehn Modellstandorte, die über ganz Hessen verteilt sind und alle Schulformen abdecken, sollen anschließend alle Schulen profitieren.

Beitrag zur Nachhaltigkeits-Stadt Eltville
„Das Schulhof-Projekt ist ein Beitrag und Zeichen für mehr Klimaschutz. Es passt bestens zu Eltville, das mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden 2021 ausgezeichnet worden ist. Hier wird Nachhaltigkeit großgeschrieben“, betonte Petra Müller-Klepper. „Die Initiative der Grundschule ergänzt die breite Palette von Maßnahmen in Politik und Stadtgesellschaft, mit denen Klimaschutz und Umweltbewusstsein vorangebracht und im demokratischen Prozess umgesetzt werden.“

Sowohl Eltville als auch der Rheingau-Taunus-Kreis, in dessen Trägerschaft sich die Schule befindet, seien seit 2010 bzw. 2015 Mitglied im Bündnis „Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen“. Daher könnten Begrünungs-, Entsiegelungs- und Beschattungsmaßnahmen auf dem Schulhof der Freiherr-vom-Stein-Schule nach der Klimarichtlinie des Landes mit bis zu 100 Prozent gefördert werden. Die DUH unterstütze bei der Antragstellung.

« Hochschulen sollen BUGA mitgestalten Erneute Corona-Hilfe für die drei Rheingauer Fähren »