Rheingau. Das Land unterstützt den Ökumenischen Hospiz-Dienst Rheingau. Auf Vorschlag und Bitte der Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper hat der Dr. Boris Rhein, der Präsident des Landesparlamentes, der Initiative anlässlich ihres 20jährigen Bestehens eine finanzielle Unterstützung von 1.000 Euro bewilligt.

„Die Spende des Landtagspräsidenten zum Jubiläum ist ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für die segensreiche Arbeit, die der Ökumenische Hospiz-Dienst seit zwei Jahrzehnten in unserer Region leistet und die man gar nicht genug würdigen kann. Die hauptamtlichen Palliativpflege-Fachkräfte begleiten – unterstützt von ehrenamtlichen, ausgebildeten Hospizhelferinnen und –helfern - Menschen auf ihrem letzten Weg, in einen würdigen Tod. Sie umsorgen Schwerkranke – ob zuhause, im Pflegeheim oder Krankenhaus – und stehen den Angehörigen bei. Das ist eine großartige humanitäre Leistung“, erklärte die CDU-Politikerin.

Vorbildlich beziehe der Hospiz-Dienst die ärztliche Versorgung, pflegerische Betreuung, die spirituelle und soziale Begleitung ein. Sein Wirken reiche über die Sterbebegleitung hinaus. Mit Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit hole er die Themen Sterben, Tod und Trauer aus der Tabuzone. „In Würde leben bis zuletzt“ – dieser Grundsatz der Hospizbewegung werde von der Initiative Tag für Tag umgesetzt.

Von Beginn zeichne die Hospizarbeit im Rheingau Innovationskraft aus. „Pfarrerin Beate Jung-Henkel, die ‚Mutter‘ der Bewegung, geht als erste Hospizpfarrerin Deutschlands in die Geschichte ein. Im Rüdesheimer Krankenhaus entstand bundesweit das erste ambulante Hospiz-Zimmer“, so Petra Müller-Klepper. Schnell und konsequent habe sich die im Jahr 2000 gegründete Ökumenische Hospizinitiative Rüdesheim zum Hospiz-Dienst Rheingau entwickelt, der die gesamte Region umfasse. Aus der Pionierarbeit sei ein fester Knotenpunkt im Netz der Hospizdienste in Hessen geworden.

Ein sozialpolitischer Meilenstein sei in den letzten Jahren mit dem Projekt „Sorge tragen – mit und für alte Menschen im Rheingau“ gesetzt worden, das vom Land gefördert wurde. Der Verein habe eine Entwicklung hin zu einer sorgenden Region für Menschen in der letzten Lebensphase initiiert.

Petra Müller-Klepper dankte den haupt- und ehrenamtlichen Kräften, die die Arbeit und den Verein tragen. Besonderer Dank gebühre der 1. Vorsitzenden und Gründerin, Pfarrerin Jung-Henkel, für ihr großes Engagement und verlässliches Wirken über zwei Jahrzehnte.

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