Rheingau-Taunus. Im Rheingau-Taunus werden viele Schülerinnen und Schüler die letzten beiden Ferienwochen nutzen, um in der vom Land angebotenen Ferienakademie 2020 Unterrichtsinhalte nachzuholen und zu vertiefen. Dies hat die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper auf ihre Anfrage vom Hessischen Kultusministerium erfahren.

„Die neu eingerichtete Ferienakademie, die freiwillig und kostenlos ist, stößt im Kreis auf große Resonanz, die Unterstützung wird nachgefragt. Dies zeigt den Bedarf. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern mussten wegen der Corona-Krise während der letzten Monate eine außergewöhnliche Situation meistern. Nun kann verpasster Unterrichtsstoff rechtzeitig vor Schuljahresbeginn aufgearbeitet werden“, erklärte die CDU-Politikerin.

„Im Rheingau-Taunus haben sich 263 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Es wird im Kreis nach derzeitigem Stand elf Standorte der Ferienakademie geben“, so die Abgeordnete. Auch wenn die Akademie vermutlich nicht immer dort stattfinden könne, wo die Schülerinnen und Schüler regulär zur Schule gehen, stehe ein wohnortnahes Angebot zur Verfügung. Das Ferienlernangebot wird in den folgenden Schulen durchgeführt: Freiherr-vom-Stein-Schule Eltville, Gutenbergschule Eltville, John-Sutton-Schule Kiedrich, Johannes-de-Laspée-Schule Johannisberg, Wiedbachschule Bad Schwalbach, Rabenschule Hünstetten, Theißtalschule Niedernhausen, Regenbogenschule Taunusstein, Gymnasium Taunusstein, IGS Obere Aar Taunusstein, Pestalozzischule Idstein.

Die Ferienakademie findet für Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 1 bis 8 in den letzten beiden Wochen der Sommerferien an rund 250 Standorten in Hessen statt. Es werden Lerninhalte in den Fächern Deutsch, Mathematik und ggf. Englisch nachgearbeitet, die in der Zeit des Distanzunterrichts zu kurz gekommen sind. Der Unterricht erfolgt in Kleingruppen bis zu zehn Schülern jeweils montags bis Donnerstag von 9 bis 13 Uhr in den Schulen vor Ort.

Das Lernangebot wird von freiwilligen Lehrkräften gestaltet. Das Besondere an der Akademie ist, dass als Kursleiterinnen und Kursleiter überwiegend externes Personal zum Einsatz kommt, also Lehramtsstudierende, Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst und pensionierte Lehrkräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Nachhilfeinstituten und Volkshochschulen sowie Ehrenamtliche. Insgesamt haben sich in Hessen mehr als 15.000 Schülerinnen und Schüler und über 2.000 interessierte Kursleiterinnen und Kursleiter angemeldet.

Auch die Nachfrage nach den anderen schulischen Ferienlernangeboten des Landes ist groß, so die Abgeordnete. Die bereits laufenden schulbezogenen Sommercamps erfreuten sich mit beinahe 7.000 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern – und damit deutlich mehr als in den vergangenen Jahren – großer Beliebtheit. „Dies zeigt, wie motiviert die Schülerinnen und Schüler sind. Obwohl in diesem Schuljahr niemand die Klasse wiederholen muss, wollen viele freiwillig Stoff nachholen und sich auf den Start ins neue Schuljahr vorbereiten“, lobte Petra Müller-Klepper.

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