Rheingau-Taunus. Aus dem Corona-Soforthilfeprogramm des Landes Hessen sind 32.399.866 Euro in den Rheingau-Taunus-Kreis geflossen. Dies teilt die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper mit. „Das Programm hat im Rheingau-Taunus schnell und in der Breite gewirkt. Die Zuschüsse haben den Betrieben in der Region, die wegen der Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, geholfen, die kritische Situation zu überbrücken und den Schaden abzufedern“, erklärte die CDU-Politikerin. Aus der Region haben 4.673 Selbständige, Gewerbetreibende, Freiberufler und Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten Anträge gestellt.

Unter allen Hilfsprogrammen sei die Soforthilfe am meisten nachgefragt worden. „Landesweit wurden in Hessen 953 Millionen Euro ausbezahlt. Insgesamt wurden 136.500 Anträge gestellt“, so Petra Müller-Klepper. Die Bearbeitung sei von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der drei Regierungspräsidien in beeindruckendem Tempo erfolgt. Ihnen gebühre ebenso der Dank wie der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden sowie der Handwerkskammer Wiesbaden, die den Unternehmen in der Region mit Rat und Tat bei der Antragstellung zur Seite gestanden hätten.

Die Corona-Soforthilfe wurde als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Ihre Höhe war abhängig von der Höhe des Liquiditätsengpasses, der durch die Folgen der Corona-Pandemie entstanden ist, sowie von der Größe des Betriebs. Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigen konnten maximal 10.000 Euro erhalten, bei Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten stieg der Höchstbetrag auf 20.000 Euro, bei bis zu 50 Beschäftigten auf 30.000 Euro.

Überlebenshilfe für kleine Unternehmen

Im Rheingau-Taunus wurde das Programm insbesondere von Kleinstunternehmen genutzt. „Bei 4.151 Anträgen – das sind 89 Prozent aller Antragsteller - handelte es sich um Betriebe mit bis zu 5 Mitarbeitern. Ihnen wurden insgesamt 22,68 Millionen Euro an Zuschüssen bewilligt, was 70 Prozent der gesamten Fördersumme entspricht“, erläuterte die Abgeordnete.

Von Betrieben, die 5 bis 10 Mitarbeiter beschäftigen, wurden 326 Anträge eingereicht. Die Bewilligungen für Unternehmen dieser Größenordnung belaufen sich auf gut 5 Millionen Euro. In der dritten Kategorie – Unternehmen mit 11 bis 50 Beschäftigten – wurden 196 Anträge eingereicht und gut 4,6 Millionen Euro an Zuschüssen ausgezahlt.

„Beim Blick auf die Branchen liegt der Dienstleistungsbereich mit 1.629 Anträgen und einer Fördersumme von 9,49 Millionen Euro an der Spitze“, so Petra Müller-Klepper. Es folgen mit 634 Anträgen das Gastgewerbe und die Gastronomie im Rheingau-Taunus, denen Zuschüsse in Höhe von 5,94 Millionen Euro ausbezahlt wurden. An dritter Stelle liegt die regionale Baubranche – mit 415 Anträgen und Bewilligungen in Höhe von 2,87 Millionen Euro.

Der Handel im Rheingau-Taunus wurde mit 2,68 Millionen Euro unterstützt (367 Anträge). In den Unternehmensbereich „Gesundheit/ Medizin/Pharma“ flossen 2,11 Millionen Euro (320 Anträge), in den Bereich „Nahrung & Genuss“ 1,84 Millionen Euro (196 Anträge). Die Betriebe in der Tourismus- und Freizeitbranche erhielten gut 1 Million Euro (146 Anträge), in der Kultur- und Kreativwirtschaft rund 850.000 Euro (216 Anträge).

„Die Gelder waren dringend notwendig und sind gut angelegt. Die Soforthilfe war ein wichtiger Beitrag, um Unternehmen zu retten und Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu sichern. Die Soforthilfe hat ihrem Namen alle Ehre gemacht“, bilanzierte Petra Müller-Klepper.

Um die Herausforderungen und Auswirkungen der Corona-Pandemie zu bewältigen, müsse es auch künftig Unterstützungsprogramme für die Wirtschaft, Kultur, das Vereinswesen und soziale Leben geben. „Mit dem Sondervermögen, das der Landtag beschlossen hat, ist die Grundlage für weitere Hilfspakete geschaffen, damit wir in Hessen gut durch die Krise kommen.“

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